Neuerscheinung: Helden und Vorbilder – liturgische Modelle für die Gedenktage des hl. Sebastian sowie der hll. Timotheus und Titus

Kinder suchen sich Helden als Vorbilder, die ihnen Mut machen. Die Liturgie zeigt uns heute ebenso zwei solcher Helden: David und Sebastian. Wir hören, wie der Hirtenjunge David die Aufgabe annimmt, der König Israels zu werden. Der Tagesheilige, Sebastian, ein Märtyrer des dritten Jahrhunderts, überlebte der Legende nach den Versuch, ihn mit Pfeilen zu töten. Später ging er erneut zum Kaiser und bekannte sich zu Christus. Beide lebten im Vertrauen darauf, von Gott berufen zu sein. Bitten auch wir um Glaubensmut, dass wir unsere Berufung erkennen und leben.

(aus einem Gottesdienstmodell zum Gedenktag des hl. Sebastian am 20. Januar 2026)

Im Janaur sind folgende Gottesdienstmodelle erschienen:

Axel Bernd Kunze: Dienstag der 2. Woche im Jahreskreis/g Sebastian (20. Januar 2026), in: Liturgie konkret 49 (2026), H. 1, S. 21.

Ders.: Dienstag der 2. Woche im Jahreskreis/g Sebastian (20. Januar 2026), in: Liturgie konkret plus. Messfeiern für jeden Tag 29 (2026), H. 1, S. 63 – 65.

Ders.: Dienstag der 2. Woche im Jahreskreis/g Sebastian (20. Januar 2026), in: Liturgie konkret plus. Wort-Gottes-Feiern für jeden Tag 14 (2026), H. 1, S. 94 – 96.

Ders.: G Timotheus und Titus (26. Januar 2026), in: Liturgie konkret 49 (2026), H. 1, S. 27.

Ders.: G Timotheus und Titus (26. Januar 2026), in: Liturgie konkret plus. Messfeiern für jeden Tag 29 (2026), H. 1, S. 80 – 82.

Ders.: G Timotheus und Titus (26. Januar 2026), in: Liturgie konkret plus. Wort-Gottes-Feiern für jeden Tag 14 (2026), H. 1, S. 117 f.

Zwischenruf: Bildungswahlkampf im Südwesten

Baden-Württemberg steckt im Landtagswahlkampf. Am Dienstag dieser Woche hatte die F.D.P. in den Landtag geladen – unter dem Motto: Starke Bildung für ein starkes Land. Für die liberale Partei geht es um das politische Überleben in ihrer Hochburg im Südwesten.

Als wissenschaftlichen Impulsgeber hatte man Professor Hartmut Esser, Soziologie und Wissenschaftstheoretiker aus Mannheim, eingeladen. Einer der wenigen empirischen Bildungsforscher, die noch wissen, worauf es in der Pädagogik ankommt. Leistung, Stringenz im Bildungssystem, keine Reformhuberei seien seiner Meinung nach die Erfolgsfaktoren guter Bildungspolitik, die Baden-Württemberg seit 2012 hinter sich gelassen habe. Kontrovers aufgenommen wurde seine Kritik an den multiprofessionellen Teams für die Schulen: eine Idee, die viele im Plenarsaal begrüßten. Essers Kritik: Die Schule werde mit immer mehr schulfremden Erwartungen überfrachtet, Familie und Schulen würden immer mehr ineinander verschraubt. Kein Wunder, dass die Schulen zusätzliches Personal benötigten. Das Ganze mache die Sache aber nicht besser. Schule müsse wieder auf ihre Kernaufgaben rückgeführt und dafür gut ausgestattet werden.

Die Veranstaltung stand im Zeichen einer Verteidigung des gegliederten Schulsystems. Eingeladen waren dann auch für das Podium Vertreter des Philologen-, Realschullehrer- und Berufsschullehrerverbandes im Land. „Der Meister muss uns genauso viel wert sein wie der Master“, so Timm Kern, stellvertretender Fraktionsvorsitzender und bildungspolitischer Sprecher der F.D.P. im Landtag. Die F.D.P. wirbt jetzt mit dem Satz: „Seit Gründung des Landes Baden-Württemberg im Jahre 1952 macht die FDP im Stuttgarter Landtag verantwortliche Politik.“ Und genauso alt ist auch das bildungspolitische Credo der Südwest-FDP: „Von allem äbbes.“ – sowohl Meister als auch Master. Das Motto ist von Theodor Heuß in die Welt gesetzt worden – und dem folgt die FDP bis heute. Der baden-württembergische Mittelstand ist eine Kernklientel der FDP im Ländle. Vor einigen Jahren gab es eine bildungspolitische Veranstaltung der Liberalen im Landtag, die ganz unter dem Heußzitat stand. So weit, so gut. Eine akademische Planwirtschaft, die fünfzig Prozent Studentenquote vorgibt, ist weder liberal noch pädagogisch sinnvoll. Die andere Seite ist, dass der akademische Bereich selber viel dazu beigetragen hat, seinen Ruf zu zerstören. Das wurde im Landtag auch deutlich. So war zu hören, dass jemand mit einem Politologiestudiengang, den niemand brauche, sich reichlich strecken müsse, bis er so viel verdiene wie ein Meister in gutgehender Selbständigkeit und mit eigenem Betrieb. Hat man hier an einen Studiengang wie „MADRE – M.A. Demokratie und Regieren in Europa“ an der Universität Tübingen gedacht?

Man kann das Gleichmacherei nennen. Man kann den Satz „Der Meister muss uns so viel wert sein wie ein Master“ auch so verstehen, dass es um Ressourcenlenkung geht. Wir können noch so gute Spitzenforschung und Spitzenförderung haben; das nützt uns nichts, wenn die Berufsschulen im Land verrotten und zusammenfallen. Spitzenforschung muss auch in der Breite in marktfähige Wertschöpfung umgesetzt werden. Der Kollege vom Berufsschullehrerverband fand deutliche Worte zur Ausbildungsfähigkeit heute und sagte, dass die Schüler heute aus dem allgemeinbildenden Schulsystem ohne Grundkenntnisse auf die Berufsschule kommen, dort müssten Grundfähigkeiten aufgearbeitet werden. Auf dem Podium wurde dann darüber nachgedacht, die Ausbildung von zwei auf drei bzw. von drei auf vier anzuheben. So viel zur Verkürzung von Ausbildungszeiten nach Bologna und Co. Der FDP-Vorschlag einer berufsbildenden Realschule, die allgemeine und berufliche Bildung bereits früh für solche Schüler verzahnt, die praktisch lernen, für durchaus bedenkenswert. Aber umgesetzt wird davon wohl nichts.

Denn auf die Frage aus dem Publikum zum Schluss, ob die FDP, sollte sie in die Regierung kommen, das Kultusressort anstreben, wurde es sehr ausweichend. Man habe sich fünfzehn Jahre in der Oppositon über falsche Bildungspolitik geärgert, ja – aber ein Ministeramt? Kultusminister sei genauso unbeliebt wie Bundesgesundheitsminister, meinte der Fraktionsvize. Eine Bewerbungsrede sieht anders an. Und wie es aus dem Publikum hieß: Die CDU habe an anderer Stelle genauso geantwortet. Man kann sich ausrechnen, wer am Ende dann den Kultusminister stellen wird.

saßen dann auch Philologen-, Realschullehrer- und Berufsschullehrerverband.
In einem Punkt wurde es an dem Abend aber doch sehr konkret. Stichwort: Bürokrateiabbau. Man wolle zwei der fünf Verwaltungsebenen (Kommune – Kreis – Regionalverband – Regierungspräsidium – Land) abschaffen. Mindestens den Regierungspräsidien könnte es an den Kragen gehen, da der CDU-Spitzenpolitik hier in ähnliche Richtung denkt. „The Länd“ wäre nicht das erste Bundesland, dass die mittlere Verwaltungsebene gestrichen hat, siehe Rheinland-Pfalz oder Niedersachsen. Ob die Bildungspolitik damit besser werden würde, ist damit allerdings noch nicht gesagt.

Rezension: Neuentdeckung der Vorstellungskraft

Wer keine Vorstellungskraft besitzt, bleibt an die Welt der Erscheinungen gebunden und verharrt mit seinen Urteilen an der Oberfläche. Wer tiefer schauen und den Dingen auf den Grund gehen will, benötigt innere Distanz zum Vorgefundenen. Nur durch die Kraft der Imagination – so der Philosoph Immanuel Kant – ist der Mensch in der Lage, seinen Sinneseindrücken eine Bedeutung zuzuweisen und sich Alternativen zu erschließen. Damit ist die Vorstellungskraft ein entscheidendes Moment des Metaphysischen. Die heutige Orientierungskrise kann auch als ein Verlust an Vorstellungskraft gedeutet werden. Umgekehrt stärkt die Vorstellungskraft unseren Möglichkeitssinn – so der österreichische Theologe und Philosoph Clemens Sedmak: „Die Ausweitung der Vorstellungskraft kann befreiend wie auch entpflichtend wirken. Die Schärfung des Möglichkeitssinns kann Hoffnung geben und Kreativität wecken, aber auch zu einem akzeptanzmindernden und zufriedenheitsstörenden Verlangen nach Anderem führen“ (S. 36).

Mit diesen Worten beginnt eine Sammelrezension im aktuellen Heft der theologischen Fachzeitschrift CONCILIUM (61. Jg., Heft 5/2025, S. 585 – 589), das unter dem Titel „Schmerz und Trost“ steht. Der Erziehungswissneschaftler und Theologe Axel Bernd Kunze rezensiert darin die zwei folgenden Titel:

Tim Schlotmann: Vom Trost-Spenden zum Trost-Finden. Eine praktisch-theologische Untersuchung zeitgemäßer Seelsorge (Bildung und Pastoral; Band 10), Ostfildern: Matthias Grünewald 2025, 307 Seiten;

Clemens Sedmak: Wenn das Unvorstellbare geschieht. Durchbrochenes Denken und theologische Vorstellungskraft, Freiburg im Breisgau: Herder 2025, 264 Seiten.

Rezension: Weimar – ein deutsches Versprechen

Axel Bernd Kunze rezensiert in der aktuellen Ausgabe der „Schwarzburg“ (134. Jg., Heft 2/2025, S. 38 f.) den Band:

Helge Hesse: Ein deutsches Versprechen. Weimar 1756 – 1933, Ditzingen: Philipp Reclam jun 2023, 283 Seiten.

„Das Buch ist jedem zu empfehlen, der sich auf einen Besuch Weimars vorbereiten will. Aber es geht um mehr als einen Reiseführer für Kulturbürger. Der geistes- und ideengeschichtliche Durchgang durch die Jahre von 1756 bis 1933 zeigt, wie wichtig die Pflege der kulturell-moralischen Grundlagen für die geistige Vitalität, intellektuelle Tiefe und prägende Ausstrahlungskraft eines Gemeinswesens ist.“ (Axel Bernd Kunze)

Rezension: Tablet + KI = Digitale Bildung?

Tablet + KI = Digitale Bildung? – Diese Frage stellt Martin Frenkler in der aktuellen Ausgabe der „Schwarzburg“ (134. Jg., Heft 2/2025, S. 35 f.) in seiner Rezension des Bandes

Tim Raupach, Florian Fuchs (Hgg.): Bildungsautomaten? Beiträge zur Digitalisierung von Bildung und Lehre, Leipzig: SpringerVieweg 2025, ISBN 978-3-658-45541-5, 32,99 Euro.

In dem Band findet sich auch ein bildungsethischer Beitrag von Axel Bernd Kunze (Univ. Bonn): „Ausgehend von der bleibenden Bedeutung von Schulbibliotheken für das Hineinwachsen in eine Buch-, Lese-, Bildungs- und Wissenschaftskultur zeigt Kunze die Notwendigkeit von Räumen der Muße, in denen jenseits von Smartphone oder powerpointischer Oberflächlichkeit vertieftes Nachdenken und differenziertes Argumentieren gelernt weden kann. Gegen die Verwendung großer Sprachmodelle etwa als Co-Autor zur Erstellung differenzierter Unterrichtsmaterialien spricht dagegen nichts, solange die generierten Inhalte der wie bisher geltenden Verantwortlichkeit der Lehrkraft für ihren Unterricht unterworfen bleiben.“

Der Rezensent mahnt an, dass auch der Informatikunterricht eine wichtige Verantwortung im Prozess zunehmender schulischer Digitalisierung einnehmen müsse. Diese sei nicht allein zur Beherrschung der Hardware wichtig, sondern habe auch die Aufgabe „die Blackbox zu entzaubern“ und „einen Überblick über die mathematischen und die praktischen Grenzen der automatisierten Datenverarbeitung zu verschaffen“.

Gesegnete Neujahrswünsche

(Reliquiar von Papst Silvester I., Zadar)

Liebe Leserinnen und Leser,

herzlichen Dank für die gemeinsame bildungsethische Debatte im zu Ende gehenden Jahr und Ihr Interesse an „Bildungsethik“. Von Herzen wünsche ich Ihnen einen guten Beschluss des alten Jahres sowie Zuversicht und Gottes Segen für das neue Jahr.

Papst Silvester I., nach dem der letzte Tag des bürgerlichen Jahres benannt ist, erlebte unter Kaiser Konstantin eine kirchliche Zeitenwende, die er als Oberhaupt der römischen Kirche mitgestaltete und prägte. Auch wir sind aufgerufen, die Veränderungen und Herausforderngen unserer Tage mitzugestalten, mit Maß und Verantwortung. Wir wissen nicht, was das neue Jahr bringen wird, aber so viel können wir doch an seiner Schwelle schon sagen: Auch in den kommenden Monaten werden uns ganz sicher viele Themen bewegen, die einer sorgfältigen und vertieften sozialethischen Debatte bedürfen. So freue ich mich auch künftig auf eine anregende bildungsethische Debatte.

Mit herzlichen Silvester- und Neujahrsgrüßen

Ihr Axel Bernd Kunze

Nachdruck: Historische Ansichtskarten aus Ottmachau

HEIMATHS-GRÜSSE

... auf Polnisch: Pozdrowienia z domu / Ojczyzny - unter diesem Titel hat Adrian Dwornicki ein Album mit alten Ansichtskarten aus Ottmachau nachgedruckt. Die Publikation ist ein Nachdruck des Originals von 1901, das sich im Archiv des Autors befindet. Über den Kontext seiner damaligen Entstehung ist wenig bekannt. Laut Widmung auf der mit „Rückkehr in die Heimat“ betitelten Eingangsseite ist das Album anlässlich eines siebzigsten Geburtstages entstanden: „Meinem lieben guten Vater zum 70. Geburtstage in treuer inniger Liebe, Verehrung und Dankbarkeit. Dein Karl“.
Der Nachdruck ist als kostenfreie Veröffentlichung für Teilnehmer an einer Stadtführung im Rahmen der 31. Europäischen Tage des Denkmals 2023 entstanden, die damals unter dem Motto „Lebendiges Erbe – Traditionen von Generation zu Generation“ standen. Die Europäischen Tage des Denkmals finden auf Initiative des Europarates jählich im September statt. Historische Stätten und Denkmäler werden dann zugänglich gemacht und mit Führungen, Workshops oder anderen Veranstaltungen für die Öffentlichkeit erschlossen.

Das Album enthält sechsundzwanzig Ansichtskarten. Diese zeigen u. a. das Stadtwappen, Gesamtansichten der Stadt, das Schloss, den Ring, das Rathaus, das Kriegerdenkmal, das Postamt, die Kirche, den Stadtpark, die Zuckerfabrik, das Wehr oder Flusspartien der Neisse. Die Ansichtskarten scheinen teilweise nachkoloriert worden zu sein; eine Karte trägt die Aufschrift „Ottmachau vor 100 Jahren“.
Dwornicki, Herausgeber und Graphiker, betreibt unter www.otmuchow-wortal.pl ein Internetportal für Denkmäler und Sehenswürdigkeiten Ottmachaus. Er bezeichnet in seiner Einführung den vorliegenden Nachdruck als sein wichtigstes Werk. Das Anliegen der von ihm veranstalteten Stadtspaziergänge sei es, die Teilnehmer gedanklich in frühere Zeiten mitzunehmen, die heute noch im Stadtbild sichtbar seien. Die Publikation steht für das Bemühen jüngerer polnischer Historiker, sich mit der deutschen Vergangenheit zu beschäftigen. Unsere Familie hat das Heft als Geschenk von der polnischen Familie erhalten, die heute im Haus meiner Großeltern wohnt.

Andrian Dwornicki: Heimaths Grüsse. Pozdrowienia z domu / Ojczyzny, Otmuchów 2023.

					

Tagungsankündigung: Versprechen und Wirklichkeit der Bildungssteuerung

Die Bildungs-Grätsche
Versprechen und Wirklichkeit der Bildungssteuerung

GBW-Tagung 17.&18.04.2026, Universität Bonn

Seit dem „PISA-Schock“ erlebt das deutsche Schulsystem und ähnlich das in Österreich und der Schweiz einen bildungspolitischen Aktionismus. Jede neue Maßnahme versprach Aufbruch: mehr Effizienz durch Steuerung, mehr Evidenz durch Daten, besseren Unterricht durch Kompetenzmodelle, digitale Modernisierung, individuellere Förderung und selbstgesteuertes Lernen. Manches davon klang verheißungsvoll, einiges vielleicht sogar plausibel.

Doch der Blick in die Klassenzimmer erzählt eine andere Geschichte. Was als Modernisierung gedacht war, hat nicht zu besseren Leistungen geführt – ganz im Gegenteil.  Die Interventionen waren insofern erfolgreich, als gerade die neuen Steuerungsinstrumente ihr Scheitern in der schulischen Wirklichkeit empirisch dokumentieren: Die Leistungen der Schülerinnen und Schüler haben sich nicht verbessert, sondern im Gegenteil massiv verschlechtert.

Gleichzeitig wächst der Schatten der Nebenfolgen. Lehrkräfte berichten von einer Realität, in der Pädagogik allzu oft hinter Formularen verschwindet, in der Rechenschaftslegung Zeit frisst und Bürokratie Energie bindet. Zwischen ambitionierten Programmen und dem, was in den Schulen tatsächlich möglich ist, klafft eine Lücke, deren Bewältigung viele als Grätsche empfinden – als tägliche Spannung zwischen bildungspolitischem Wunschdenken und schulischer Wirklichkeit. 

Zwar liegen die Ursachen auch in allgemeinen gesellschaftlichen Entwicklungen und nicht allein bei der Bildungspolitik. Und doch ist es notwendig, die großen „Verheißungen“ der vergangenen Jahre mit den Erfahrungen jener zu konfrontieren, die das System Tag für Tag tragen. 

Die Gesellschaft für Bildung und Wissen (GBW) widmet diesem Spannungsfeld ihre Tagung am Freitag, 17.04., 18.00 Uhr, bis Samstag, 18. 04. 2026, an der Universität Bonn. Unter dem Motto „Die Bildungs-Grätsche – Versprechen und Wirklichkeit der Bildungssteuerung geht sie den Bruchlinien nach: jener zwischen bürokratischer Steuerung und schulischem Alltag, zwischen empirischer Vermessung und pädagogischer Urteilskraft, zwischen visionären Reformnarrativen und dem Hier und Jetzt im Klassenzimmer.

Eine Tagung, die nicht auf schnelle Lösungen setzt, sondern auf Klarheit – und auf die Frage, wie Bildung gelingen kann, wenn man die Widersprüche endlich ernst nimmt. Es kommt jetzt darauf an, dass nicht mehr bildungspolitisches Wunschdenken die erziehungswissenschaftlichen Diskurse bestimmt; im Zentrum müssen die Herausforderungen der Praxis stehen. Wer dauernd vom Fortschritt in der Pädagogik redet, hat wenig von ihr verstanden.

Bisher haben für Vorträge zugesagt: Prof. Dr. Carl Bossard (Stans), Prof. Dr. Karl-Heinz Dammer (Heidelberg), Prof. Dr. Rainer Kaenders (Bonn), Prof. Dr. Roland Reichenbach (Zürich), Prof. Dr. Ysette Weiss (Mainz). Weitere Informationen folgen.

Grußwort: Verabschiedung in die Weihnachtsferien

Weihnachten ist das Fest der Lichter. Christbaum und Weihnachtskerzen wollen uns sagen: Ein Funkeln kommt in die Welt, der Himmel reißt auf. Wie es verheißen ist. Christinnen und Christen erkennen dieses Funkeln im kleinen Kind in der Krippe, in dem Gott selbst Mensch wird – für uns. Dieses Licht, dieses Kind in der Krippe will unsere Herzen füllen – mit Hoffnung und Zuversicht. Auch im neuen Jahr.

Wir dürfen nun in der Weihnachtspause loslassen, ausruhen, uns Muße gönnen – und in der stillen Zeit „zwischen den Jahren“ Rückblick halten. Getreu der Jahreslosung, die uns in diesem Jahr begleitet hat:

Prüft alles und behaltet das Gute!

Zu diesem Guten gehören alles Engagement und alle Ideen, die ein jeder in das Leben unserer Fachschule eingebracht hat. Und hierzu gehören alle Unterstützung und kollegiale Zusammenarbeit, alle Verbundenheit und alle Gemeinschaft – aus Kollegium, Stiftung oder Hausgemeinschaft. Anders kann Schule nicht gelingen. Und hierfür sagen wir als Schulleitung von Herzen Dank.

Sicherlich wird auch das ein oder andere in diesem Jahr unvollendet bleiben. Doch dürfen wir uns mit der kommenden Jahreslosung 2026, entnommen der Offenbarung des Johannes, zusagen lassen:

Gott spricht: Siehe, ich mache alles neu!

In diesem Sinne wünsche ich Ihnen und Ihren Angehörigen im Namen der Schulleitung gesegnete Weihnachten, die notwendige Muße „zwischen den Jahren“ sowie Hoffnung, Zuversicht und Gottes Geleit für das neue Jahr, das kommen wird. Bleiben Sie behütet.

(aus einem Grußwort der Schulleitung am Ende des Weihnachtsgottesdienstes)